Crédito y Caución prognostiziert für 2019 eine Verlangsamung des niederländischen Wirtschaftswachstums. Obwohl die Inlandsnachfrage weiterhin stark ist, rechnet der Kreditversicherer mit einem Rückgang des Export- und Investitionswachstums.
Die niederländischen Exporte werden durch die sinkende Nachfrage aus Frankreich und Deutschland, die zusammen über 30 % ihrer Zielmärkte ausmachen, sowie durch die zunehmende Unsicherheit im Welthandel beeinträchtigt. Die Handels- und Investitionsbeziehungen mit dem Vereinigten Königreich sind sehr eng, und einige Sektoren, wie beispielsweise Transport, Chemie, Elektronik und Lebensmittel, könnten erhebliche Auswirkungen des Brexit erleiden.
Mit der wirtschaftlichen Erholung ab 2014 gingen die Insolvenzen jährlich zurück. Angesichts sinkender Exporte und zunehmender wirtschaftlicher Unsicherheit wird jedoch für 2019 ein Anstieg der Insolvenzen um 3 % erwartet.
Der private Konsum wird 2019 weiterhin von der gesunkenen Arbeitslosigkeit und dem gestiegenen verfügbaren Haushaltseinkommen profitieren. Ein weiterer Rückgang der Immobilienpreise birgt jedoch angesichts der hohen Hypothekenverschuldung und des Engagements der Banken im Immobilienmarkt ein potenzielles Risiko. Jede deutliche Abwärtskorrektur würde den privaten Konsum und die Stabilität des Finanzsektors negativ beeinflussen.






